Termine 2026
Einen Kalender mit allen Terminen bekommt ihr bei der Erlaubnisscheinausgabe. Wann diese und die Arbeitseinsätze stattfinden ist in der Rubrik "Events" zu sehen.
Wir wünschen allen Mitgliedern ein guten Start in das Jahr 2026.
Stadt Rüsselsheim übernimmt Verantwortung für gesunde Gewässer am Horlachegraben
Die Stadt Rüsselsheim am Main setzt ein deutliches Zeichen für den aktiven Gewässerschutz: Mit gezielten Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität am Horlachgraben (Horlache) übernimmt sie sichtbar Verantwortung für den ökologischen Zustand dieses sensiblen Gewässersystems.
Biologische Entschlammung stabilisiert Wasserqualität
Wie bereits in lokalen Medien berichtet wurde, bringt die Stadt spezielle Bakterienkulturen ein, um organische Ablagerungen im Sediment biologisch abzubauen. Diese mikrobiologische Entschlammung unterstützt natürliche Abbauprozesse und hilft, die Gewässerqualität insbesondere in den warmen Sommermonaten zu stabilisieren.
Gerade bei hohen Temperaturen kam es in der Vergangenheit wiederholt zu kritischen Sauerstoffwerten. Durch den Abbau organischer Schlammanteile wird die Sauerstoffzehrung im Gewässer reduziert – ein wichtiger Baustein für stabile ökologische Verhältnisse und einen gesunden Fischbestand.
Großflächiger Rückschnitt fördert Sauerstoffaustausch
Zusätzlich wurde ein umfangreicher Rückschnitt des in den vergangenen Jahren sehr dicht gewordenen Uferbewuchses durchgeführt.
Durch die neu geschaffenen Windschneisen kann wieder mehr Luft- und Windeinfall die Wasseroberfläche erreichen. Die entstehende Wellenbewegung fördert den natürlichen Sauerstoffaustausch zwischen Wasser und Atmosphäre. Besonders in Hitzeperioden ist dieser Effekt entscheidend, um Sauerstoffmangel vorzubeugen.
Gerade kleinere, schmale Gewässer wie die Horlache reagieren empfindlich auf starke Beschattung und fehlende Luftbewegung. Wenn Wind die Wasseroberfläche nicht erreicht, kommt es deutlich schneller zu Sauerstoffdefiziten. Ein maßvoll offener Uferbereich ist daher ökologisch sinnvoll und notwendig.
Warum es aktuell „wilder“ aussieht
Natürlich wirkt der Bereich kurz vor Beginn der Vegetationsphase derzeit ungewohnt offen und stellenweise „wüst“. Wo zuvor dichtes Unterholz stand, sind nun freie Uferabschnitte sichtbar.
Für manche stellt sich verständlicherweise die Frage, ob ein so deutlicher Rückschnitt nicht einen starken Eingriff in die Fauna darstellt.
Tatsächlich ist jeder Rückschnitt ein Eingriff – jedoch ein fachlich geplanter und zeitlich bewusst gewählter. Die Maßnahme erfolgt außerhalb der sensiblen Hauptbrut- und Vegetationsphase und dient langfristig dem Schutz des gesamten Ökosystems.
Ein dauerhaft übermäßig dichter Bewuchs am Ufer kann bei kleinen Gewässern zu folgenden Problemen führen:
- fehlender Windeinfall
- verminderter Sauerstoffaustausch
- verstärkte Verschlammung durch extremen Laubeintrag im Herbst
- erhöhte Gefahr von Sauerstoffmangel im Sommer
In der Gesamtbetrachtung ist ein strukturierter, gepflegter Uferbereich für das ökologische Gleichgewicht deutlich vorteilhafter als massiv verdichtetes Unterholz entlang der gesamten Uferlinie. Ziel ist nicht „Kahlschlag“, sondern ein funktionsfähiges Gewässer mit ausreichender Durchlüftung und stabilen Lebensbedingungen für Fische, Insekten und andere Wasserorganismen.
Mit Beginn des Frühjahrs wird sich die Vegetation wieder natürlich entwickeln und die Uferbereiche erneut begrünen – jedoch nun in einer ökologisch ausgewogeneren Struktur.
Dank im Namen unseres Vereins
Als Pächter der Gräben und des Fischersees besitzen wir das Fischereirecht und damit das Recht zur Ausübung der Fischerei. Die Flächen selbst sind jedoch städtisches Eigentum. Entsprechend lagen großflächige Pflegemaßnahmen stets in der Verantwortung der Stadt und als Verein sind wir hier bisher nur zu kleineren Maßnahmen in der Lage gewesen.
Umso mehr begrüßen wir, dass die Stadt Rüsselsheim diese Verantwortung nun aktiv wahrnimmt und mit einer Kombination aus biologischer Entschlammung und umfangreichem Rückschnitt wichtige Schritte zur Stabilisierung der Gewässer unternimmt.
Im Namen unseres Vereins danken wir der Stadt ausdrücklich für dieses Engagement. Die Maßnahmen tragen maßgeblich dazu bei, die Horlache langfristig als gesunden und artenreichen Lebensraum zu erhalten.
Anbei findet ihr noch aktuelle Bilder:
Abschnitt 11 - Hochhaus
Abschnitt 11 - Hochhaus
Abschnitt 12 - Kindergarten
Abschnitt 12 - Kindergarten
Vielen Dank!
Mit einem sehr produktiven Arbeitseinsatz Ende Oktober verabschieden wir uns in die kalte Jahreszeit und Winterpause 2025.
Dank tatkräftiger Unterstützung einiger Mitglieder und der Baumpflege Blattwerk aus Mainz, könnt ihr in der kalten Zeit nun sicher auf ebenen Wegen gehen.
Wir haben fast um den ganzen See nun eine ordentliche Breite von über 2 Metern und freuen uns, dass so ein angenehmer Zugang zum Gewässer möglich ist.
Der Baumpflege Blattwerk möchten wir hier besonders Danken, welche uns ehrenamtlich mit Maschinen und Mannkraft unterstützt hat.
Rodungsarbeiten am Jordansee und Neubau Brückenbauwerke
Den Zustand unsere Autobahnbrücken in Deutschland sollten viele kennen. So müssen alle 60 Bauwerke der A45 in den nächsten Jahren erneuert werden. Auch die Brückenbauwerke des Rüsselsheimer Dreiecks, wo sich die A60 der A67 anschließt sind dem Verkehrszuwachs und dem Schwerlastverkehr nicht mehr gewachsen.
Die Brücken werden beginnend dieses Jahres durch Ersatzneubauten abgelöst. Sobald diese fertiggestellt sind, werden die alten Bauwerke und deren Dämme zurück gebaut. Das bedeutet für uns, dass wir südlich in Zukunft mehr Abstand zur BAB haben werden, auch heißt das aber, dass notwendige Rodungsarbeiten für die Baustelle erforderlich sind. Diese wurden wie viele bestimmt bemerkt haben, bereits durchgeführt. Unsere Schutzhütte wird umziehen und wir haben einen Plan - Näher zum Wasser!
Wir blicken hoffungsvoll nach vorne!
Arbeitseinsätze - Oktober und November 2021
Leider sind es auch die Bäume an unserem See, welche trotz der Nähe zum Wasser, unter dem Klimawandel leiden. Viele Birken sind tot. Bäume, welche uns Jahrzehnte am Ufer begleitet haben. Schön ist, dass es noch junge Birken gibt, welche irgendwann mal wieder einen guten Stamm haben, der ihnen Halt bietet. Guter Halt ist besonders bei dem ersten Unwetter zum Hebst-Beginn wichtig gewesen, denn ein paar Bäume sind umgestürzt. Diese sowie die toten Birken haben wir bei unseren letzten Arbeitseinsätzen entfernt. Ein besonderen Dank an die Helfer, die dazu beigetragen haben, dass unsere See wieder sicher und gut begehbar ist.
Arbeitseinsatz - August 2021
Bei unserem letzten Arbeitseinsatz haben wir den Rundweg um den Jordansee gemäht und auch bis an die Plätze heran zurückgeschnitten. So könnt ihr euere Taschen wieder gut ablegen und ohne Grasmilben, Zecken oder sonstiges einen schönen Tag am See verbringen. An der ersten Bank sind die Sitzbretter aufgearbeitet worden, so dass ihr wieder bequem darauf sitzen könnt.
Mehr Platzwahl - Juni 2021
Horlachgraben Abschnitt 12 - Plätze freigeschnitten
So kann man wieder an das teils sehr steile Ufer herantreten.